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Kolorektales Karzinom (Dick- und Mastdarmkrebs)

Dick- und Mastdarmkrebs zählen zu den häufigsten Krebserkrankungen. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Mit dem Instrument der Vorsorgeuntersuchung und dem Wissen, dass die Entfernung von Polypen, der Krebsvorstufen, die Erkrankung verhindert, ist eine gute Voraussetzung dafür geschaffen, diese gefürchtete Erkrankung zu bezwingen.

  • Inzidenz:

    25 Erkrankungen/100000 Menschen/Jahr
    Inzidenzverdoppelung nach dem 40. Lebensjahr alle 10 Jahre.
  • Karzinomrisiko:

    • Normalbevölkerung 2-6 %
    • kolorektales Adenom < 1 cm 5-10 %
    • KRK Verwandte 1. Gr. > 60 J. 10 %
    • KRK Verwandte 1. Gr. < 60 J. 30 %
    • Colitis ulcerosa > 15 Jahre 15 %
    • kolorektale Adenome > 2 cm 50 %
    • FAP 100 % (Familiäre Adenomatöse Polyposis)
    • 90 % der Kolonkarzinome finden sich nach dem 50 Lebensjahr
  • Ätiologie:

    • genetisch
    • Familiäre Adenomatöse Polyposis =FAP
    • Lynch-Syndrom, hereditäres nichtpolypöses Kolonkarzinom (HNPCC)
  • Ernährungsfaktoren

    • fettreich
    • fleischreich
    • schlackenarm
    • Übergewicht
  • Andere Risikofaktoren

    • langjähriges Zigarettenrauchen
    • Alkoholkonsum (Menge!, nicht die Art ist entscheidend)
  • Entstehung:

    • Adenom/Dysplasie-Karzinom-Sequenz (Dysplasien sind Vorstufen von Karzinomen, Krebs)
    • Kolorektale Karzinome entstehen aus Schleimhautdysplasien. 90% der Dysplasien entstehen aus Adenomen (Colonpolypen)
    • Molekularbiologische Veränderungen
  • Lokalisation:

    • 60 % im Rektum (Mastdarm)
    • 20 % im Sigma (s-förmiger Darmabschnitt im linken Unterbauch)
    • 10 % Coecum (Blinddarm)und Kolon ascendens (aufsteigender Dickdarm)
    • 10 % übriges Kolon
  • Diagnostik

    Die derzeit sicherste Nachweismethode mit der Möglichkeit der Biopsieentnahme ist die Darmspiegelung (Koloskopie).


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